Das wandelnde Land - Spielend mit dem demografischen Wandel umgehen


Der Innovationsfond des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) hat das zweijährige LAG-Projekt „Spielend mit dem demografischen Wandel umgehen“ gefördert.

 

Mithilfe von Planspielen setzten sich die Teilnehmer_innen spielerisch mit dem demografischen Wandel auseinander. An unterschiedlichen Bildungsorten (z. B. weiterführende Schulen, berufsbildende Schulen, Jugendzentren, Jugendbildungsstätten, Hochschulen) regten Workshops zum Nachdenken über den Wandel an (z. B. zu ihrer Zukunft, zur Arbeitswelt, dem Verhältnis der Generationen, zu Familie und Werten), vermittelten Wissen und motivierten zur aktiven Mitwirkung. Aus dem eingesetzten Spiel wurden   Handlungskompetenzen und eingreifende Wirkungen entwickelt.

Erfahrungen beim Einsatz dieser Methoden wurden bei Qualifizierungs- und Vernetzungstreffen reflektiert und ein Methodenset zum (pädagogischen) Praxiseinsatz entwickelt. Viele Schulen und Jugendeinrichtungen interessierten sich für unser Workshopangebot zum Thema demografischer Wandel. Insgesamt haben über 80 Workshops in verschiedenen Schulen und Jugendclubs sowie im Rahmen unterschiedlicher Bildungsveranstaltungen in Brandenburg stattgefunden. Besonderer Fokus lag auf dem Zusammenhang zwischen demografischem Wandel und Zuwanderung. Durchgeführt wurden Workshops u.a. in Erkner, Fürstenwalde, Königs-Wusterhausen, Perleberg und Petershagen-Eggersdorf.

 

Hier finden Sie Informationen zu unserer Abschlusstagung:

Dokumentation Tagung

 

Laufzeit: 1. November 2014 bis 30. September 2016

 

Das Projekt war eine Kooperation mit dem Koordinationsbüro für Chancengleichheit der Universität Potsdam. http://www.uni-potsdam.de/gleichstellung/

 

Weitere detaillierte Informationen findet Ihr auf: www.wandelland.lima-city.de

 

 

Auch über die Projektlaufzeit hinaus können bei der LAG Workshops für Brandenburger*innen und Multiplikator*innen zum Thema "Demografischer Wandel" gebucht werden! Weitere Infos: Video: "Demographic Games 3000"


Politische Bildung mit, für und von Frauen – Perspektiven im peripheren Brandenburg


Das Projekt Politische Bildung mit, für und von Frauen – Perspektiven im peripheren Brandenburg hatte zum Ziel, vorrangig Frauen im ländlichen Raum anzusprechen, sie für zivilgesellschaftliches Engagement zu begeistern und Teilhabe an demokratischen Prozessen zu fördern. Die LAG e.V. verfolgte mit diesem Projekt darüber hinaus die Zielstellung, die Netzwerkarbeit im ländlichen Raum Brandenburgs mit bestehenden, wie auch mit neuen Kooperationspartnern und Bildungsreferentinnen zu fördern. Im Vordergrund standen die Anleitung und die Förderung der Frauen mittels angepasster politisch-kultureller Veranstaltungen, Fortbildungen und Workshops. Durch die gemeinsame Organisation zielgerichteter Veranstaltungen konnten wir:

  • über ansprechende, handlungsorientierte und interdisziplinäre Veranstaltungen Zugangswege zur Zielgruppe finden;
  • angepasste und bedürfnisorientierte politische Themen in die Regionen tragen und bestehende Problemlagen aufgreifen;
  • Diskussionen, Austausch- & Auseinandersetzungsprozesse mit politischen Inhalten anregen;
  • Zivilengagement und die Möglichkeiten politischer Partizipation aufzeigen bzw. stärken;
  • Bewusste Identifizierung mit der Heimatregion stärken;
  • Bildungsmaßnahmen der politischen Bildung im ländlichen Raum für Frauen qualifizieren, erproben und evaluieren;
  • Weitere Bildungsveranstaltungen anregen

In den insgesamt 6 Monaten der Projektlaufzeit ist es uns gelungen durch attraktive und unkonventionelle Bildungsmaßnahmen, die auf die Bedürfnisse und Wünsche der teilnehmenden Brandenburger Frauen zugeschnitten waren, Frauen in ihren Aktivitäten zu unterstützen, weitere Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Impulse zu setzen, um Potentiale und Gestaltungskompetenzen zu fördern sowie neue Chancen der Partizipation deutlich zu machen.

 

An Themen für bildungspolitische Veranstaltungen sowie an engagierten Kooperationspartnern mangelte es nicht. Insgesamt konnten wir 14 politisch-kulturelle Veranstaltungen in den zwei Modellregionen Prignitz und Potsdam-Mittelmark realisieren.

 

Die vielfältigen und kreativen Workshops, Vorträge und Exkursionen zu verschiedensten Themen wurden basierend auf den Bedürfnissen der Frauen vor Ort gemeinsam mit den Projektkoordinatorinnen angestoßen und durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass viele der teilnehmenden Frauen bereits zivilgesellschaftlich aktiv sind, dies jedoch oftmals in weniger öffentlichen Bereichen. Sie engagieren sich in Form von Bürgerinneninitiativen, Elternräten, Ortsgruppen und Stiftungen, um sich für vielfältigste Anliegen einzusetzen und diese in die Öffentlichkeit zu tragen. Aus den durchgeführten Veranstaltungen, den Gesprächsrunden und Erfahrungen der Teilnehmerinnen kristallisierte sich heraus, dass Politik, wie etwa auf Kommunalebene, nachwievor als stark vermännlichte Sphäre betrachtet wird, die als zu abstrakt-bürokratisch und ohne Bezug zu tatsächlichen alltäglichen Bedürfnissen wahrgenommen wird.

 

Es fiel auf, dass es für die Teilnehmerinnen unabdingbar war, Bezüge zu den eigenen Lebensumständen und der Heimatregion herzustellen, um sich einzubringen und zu engagieren. So wurde deutlich, dass es nicht nur alternativer und kreativer Formen und Methoden politischer Bildung bedarf, sondern eben auch ganz bestimmter, auf die Bedürfnisse der Frauen abgestimmte Themen, um Frauen der peripheren Regionen Brandenburgs für politische Bildung zu begeistern und langfristig für zivilgesellschaftliches Engagement zu sensibilisieren.

 

Die gewählten Methoden und Aktivitäten der Bildungsveranstaltungen wurden teils gemeinsam mit den Frauen vor Ort konzipiert. Es stellte sich heraus, dass im Besonderen Exkursionen sowie kreative und gestalterische Maßnahmen besonders geeignet waren, um die Teilnehmerinnen anzuregen, über das Miteinander im eigenen Ort zu sprechen und Ideen zu entwickeln, wie sie sich beteiligen und etwas mitgestalten können.

 

Gemeinsam mit den Bildungsreferentinnen, den zwei örtlichen Projektkoordinatorinnen und unseren Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartnern haben wir somit erste Zugangswege, Methoden und Bildungsmaßnahmen der politischen Bildung für Frauen der peripheren Regionen Brandenburgs konzipieren, erproben und auswerten können.

 

Laufzeit: 01.03.2014 – 31.07.2014 sowie 15.11.2014 – 31.12.2014

 

Das Projekt wurde gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. http://www.politische-bildung-brandenburg.de/