"Lügenpresse", Fake News,                 Facebook & Co.


Hintergrund

Seit einiger Zeit wird die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten vielfach als „Lügenpresse“ diffamiert und das Internet von „alternativen Fakten“ überschwemmt. Immer mehr Menschen informieren sich in den sozialen Medien, es entstehen Informationsblasen. Die Unterscheidung zwischen Fake News und seriösem Journalismus wird für viele Menschen dabei immer schwieriger.

 

Gemeinsam mit Journalist*innen der Landespressekonferenz wollten wir diese Entwicklungen in Gesprächsrunden in Perleberg, Bernau und Forst diskutieren. Unsere Leitfragen waren dabei:

  • Welche Rolle spielen unabhängige, faktenbasierte Recherche und eine ausgewogene Berichterstattung heute?
  • Wie entstehen Nachrichten, wer wählt aus, wer beeinflusst die Berichterstattung?
  • Wie kann ein qualitätsvoller Journalismus heute aussehen?
  • In welchen Medien findet er statt?

Die vierteilige Veranstaltungsreihe fand von September bis Oktober 2017 statt und wurde durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

Teil 1: Lügenpresse? Flüchtlingskrise? Fake News?

In Zusammenarbeit mit der Walter-Hofmann-Axthelm-Stiftung Perleberg lud die LAG am 4. September 2017 alle Interessierten zu einer Diskussionveranstaltung in Perleberg ein. Die leitende Frage des Abends war: Wer sät Angst und Hass im öffentlichen Raum?

Es disktuierten:

  • Britta Hilpert, Journalistin, ZDF
  • Annett Jura, Bürgermeisterin
  • Dieter Hoffmann-Axthelm, Stadtplaner
  • Hanno Taufenbach, Der Prignitzer
  • Moderation: Amelie Ernst, Journalistin, Landespressekonferenz Brandenburg e.V.

Teil 2: Von wegen: Lügenpresse!

In Forst organisierte die LAG in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft, dem Kompetenzzentrum Forst sowie der Landespressekonferenz Brandenburg e.V. eine Diskussionsveranstaltung. Thematisch ging es am 6. September 2017 um den Verlust des Vertrauens in die Medienöffentlichkeit und die Frage, wie dieses Vertrauen wieder gewonnen werden kann.

 

Podiumsgäste waren:

  • Vanja Budde, Landeskorrespondentin Brandenburg beim Deutschlandradio
  • Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur der Lausitzer Rundschau
  • Moderation: Dr. Madeleine Petschke, Deutsche Gesellschaft

Teil 3: Wie werden Nachrichten gemacht?

In Bernau fand am 6. September 2017 in Zusammenarbeit mit der  Landespressekonferenz Brandenburg und dem Verein bbz - Bildung, Begegnung, Zeitgeschehen eine Diskussionsveranstaltung statt. Es wurde ein Einblick in das Mediensystem und die Bedingungen journalistischer Arbeit gegeben.

 

An der Diskussion nahmen u.a. Teil:

  • Klaus Peters, deutsche Presseagentur, Potsdam
  • Torsten Sydow, landespolitischer Korrespondent des RBB
  • Frank-Olav Schröder, Märkische Oderzeitung
  • Moderation: Dr. Birgit Schädlich, bbz Bernau

Teil 4: Lügenpresse? Lockwerbung? Fake News? - Das erkenne ich, darauf falle ich nicht rein?! am 5. Oktober in Wittenberge

Stimmt es, dass Digitalisierung und soziale Netzwerke es heute leicht machen, Lügen und Hass an ein großes Publikum zu transportieren? Wenn ja, wie können Bürgerinnen und Bürger Fake News, Hate Speech, Lügen und Lockwerbung erkennen?

 

In einem Workshop sollte der Frage nachgegangen werden: Wie kann sich der oder die Einzelne vor Fake News und Lockwerbung schützen? Nach Inputreferaten von Journalist*innen sollten anhand von Zeitungsseiten selbst einzelne Artikel betrachtet werden. Es wurden journalistische Methoden gezeigt, mit denen der Wahrheitsgehalt einer Nachricht überprüft werden kann.

 

Zu Gast waren u.a.:

  • Marlies Schmidt, Insolvenzberatung Prignitz
  • Bernd Lammel, Deutscher Journalistenverband Berlin
  • Moderation: Michaela Skott, DJV-Mecklenburg-Vorpommern

BAMF-Multiplikator*innenschulungen


Zwischen August und Dezember 2017 führte die LAG zwei BAMF-geförderte Schulungsreihen für Multiplikator*innen und Vereine im Bereich der Geflüchtetenhilfe durch.

 

Das Projekt unterstützte das Engagement zahlreicher Brandenburger*innen, die seit 2015 geflüchtete Menschen begleiten und beraten. Es erreichte Vereine und Institutionen, die in den Regionen Havelland und Prignitz, und in deren Umkreis (Ostprignitz-Ruppin, Neuruppin und Brandenburg an der Havel, Potsdam, Potsdam-Mittelmark) Geflüchtete unterstützen.

 

In den kostenfreien Schulungsreihen wurde einerseits die vereinsinterne Arbeit unterstützt; zum Beispiel durch Schulungen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder zum Einsatz von digitalen Tools.

 

Andererseits wurden spezifische Kompetenzen für die Arbeit mit geflüchteten Menschen vermittelt; etwa zum Umgang mit Traumata, zum Verbraucherschutz oder zur Arbeit mit geflüchteten Frauen.

 

Alle Schulungen

richteten sich insbesondere an ehrenamtlich Engagierte und kleine Vereine im ländlichen Raum. Ergänzend zu den Schulungen fanden Netzwerktreffen zum Erfahrungsaustausch untereinander statt.

 

Die Schulungsreihen begannen im Spätsommer 2017; das Projekt lief bis Jahresende 2017. Einen Überblick über die verschiedenen Schulungstermine gibt es hier.


Integration


Alphabetisierungskurse, Ehrenamtsschulungen             und Vernetzungstreffen

Die LAG nahm am Förderprogramm für „Weiterbildungsveranstaltungen zur Unterstützung der sprachlichen und gesellschaftlichen Integration“ des MBJS teil. Im Jahr 2016 haben wir vom 22.7. - 21.12.2016 sechs Alphabetisierungskurse, neun Ehrenamtsschulungen und neun Bildungsnetzwerktreffen in Potsdam, Wittenberge, Lindow, Tangendorf und Oranienburg durchgeführt.

 

Im Jahr 2017 fanden acht Alphabetisierungskurse statt. Weitere Informationen finden Sie auch unter "Fortbildungen".

 

Es wurden zwei Ehrenamtsschulungen rund um die Auseinandersetzung mit der Rolle als ehrenamtliche Sprachbegleiter*in, den Besonderheiten der Ausgangssprachen, der Struktur der deutschen Sprache, verschiedenen Lehrmaterialien sowie den im Zusammenhang mit dem Sprachunterricht wichtigen Themen - Sprachgebrauch im Alltag und im sozialen Zusammenleben, Nutzung verschiedener Medien und Lernorte und Einbeziehen der Fähigkeiten Geflüchteter in den Sprachunterricht. Die Schulungen fanden in Wittenberge und Tangendorf statt.

 

Es fanden sieben Fortbildungstage für Sprachlehrer*innen statt, die dem Erfahrungsaustausch, der Reflektion und der Vernetzung sowie zur Weiterbildung zu theoretischen Grundlagen der Alphabetisierung sowie didaktischen Methoden für die Alphabetisierung dienten. Die Fortbildungstage fanden in Potsdam und Groß Pankow statt.

 

 

Kontakt:

Sara Marschall

Tel.: 0331 - 5813238

E-Mail: smarschall.lag@gmx.de