Orientierung und Ankommen im sozialen Raum


Ein Modellprojekt zur Bildungsarbeit mit geflüchteten und migrantischen Frauen in Brandenburg


Fotos: Simone Ahrend, sah-photo

In den Jahren 2017 und 2018 führte die LAG das Modellprojekt „Weiterbildung für und mit geflüchteten Frauen“ in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsorganisationen Bumerang e.V., Inwole e.V. und der Walter-Hofmann-Axthelm-Stiftung durch.

 

Das Ziel des Projekts lag vor allem darin, die Kompetenzen der teilnehmenden geflüchteten Frauen und Migrantinnen auszubauen und ihnen ein selbständigeres und selbstbestimmteres Leben in Deutschland zu ermöglichen. Im Verlauf der angebotenen Kurse äußerten die Teilnehmerinnen verstärkt den Wunsch über eine reine Kompetenzvermittlung hinauszugehen und intensiver mit Menschen aus der Aufnahmegesellschaft in Brandenburg in Kontakt zu kommen. Diesem Bedürfnis wollen wir mit unserem neuen Projekt: „Orientierung und Ankommen im sozialen Raum. Ein Modellprojekt zur Bildungsarbeit mit geflüchteten Frauen und Migrantinnen in Brandenburg“ entsprechen und möchten die aufgebauten Kontakte und Verbindungen nutzen, um unsere  Aktivitäten in der Unterstützung geflüchteter und migrierter Frauen weiter auszubauen.

 

In diesem vom Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport geförderten Modellprojektversuch sorgen die LAG und die beteiligten Mitgliedsorganisationen für ein wirkliches Ankommen der teilnehmenden Frauen in Brandenburg und ermöglichen eine nachhaltige Orientierung in ihrem persönlichen sozialen Raum und Umfeld. Hierzu finden an drei Projektstandorten verschiedenste Bildungsveranstaltungen statt, die zum einen das Ziel haben, den örtlichen Sozialraum zu erläutern und zugänglicher zu machen sowie zum anderen die teilnehmenden geflüchteten Frauen und Migrantinnen in einen Dialog mit Menschen aus der Aufnahmegesellschaft treten lassen. Im Projektprozess werden so geeignete Angebote und Formate für die jeweiligen Standorte und hiesigen Bedürfnislagen ermittelt. Die beteiligten Mitgliedsorganisationen sind dabei höchst unterschiedlich und bilden die verschiedenen Bedingungen ab, unter denen die geflüchteten Frauen in Brandenburg leben - vom urbanen Raum bis hin zu sehr ländlichen Gebieten.

 

Die folgenden Mitgliedsorganisationen der LAG sind im Jahr 2019 an dem Projekt beteiligt:

 

•          IKW Sozialprojekte gGmbH (in Rathenow)

 

•          Projekthaus Potsdam / Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen e.V. (in Potsdam)

 

•          Walter-Hofmann-Axthelm-Stiftung Perleberg (in Wittenberge)

Veranstaltungen & Termine


An allen drei Projektorten werden verschiedenste Veranstaltungen stattfinden. Der Ansatz der von allen Standorten verwendet wird, beruht auf Partizipation und dem aktiven einbeziehen der Teilnehmerinnen in die Themenfindung und -auswahl. Daher wird es an den drei Orten regelmäßige Projektwerkstätten geben, bei denen die Teilnehmerinnen selbst über die künftigen Themen entscheiden, da sie ihre Bedarfe und Möglichkeiten am besten einschätzen können und ermutigt werden sollen, diese zu formulieren.