Rückblick: Schulungstermine der Fortbildungsreihe "BAMF Multiplikator*innenschulungen"


  • Verbraucherschutz für Geflüchtete

13. September, Perleberg

 

In einem neuen Land angekommen geraten Geflüchtete oft in problematische Verträge. Energiekosten, Lockwerbung, Telefonverträge – Verschulden geht schnell, Zurückzahlen dauert lange und kostet Geld. Ehrenamtliche HelferInnen werden oft damit konfrontiert, dass Geflüchtete in Schuldenfallen geraten. Wie kann man hier unterstützen? MultiplikatorInnen werden geschult, wie sie über derartige Gefahren und über Verbraucherrechte informieren, welche Auswege es gibt und welche Beratungsstellen Geflüchteten offen stehen.

Referentin: Insolvenzberaterin Marlies Schmidt

 

  • Biografiearbeit - Potenziale geflüchteter Menschen erkennen

7. Oktober, Potsdam

14. Oktober, Potsdam

 

Geflüchtete haben nicht nur einen Unterstützungsbedarf, sondern bringen selbst viele Fähigkeiten und Kenntnisse mit. Durch das Kennenlernen und Selbsterfahren von verschiedenen Techniken der Biografiearbeit werden MultiplikatorInnen (Ehrenamtliche wie Hauptamtliche) in Methoden geschult, mit denen die Kompetenzen geflüchteter Menschen herausgearbeitet werden können. Ziel dieser Seminareinheit ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die eigene und fremde Biografie zu sensibilisieren. Durch die Betrachtungen können eigene und fremde Potentiale sowie Ressourcen bewusst und somit nutzbar gemacht werden.

 

 

  • Neue Nachbarinnen leben sich ein - Integrationsangebote für geflüchtete Frauen

20. Oktober, Perleberg

 

Geflüchtete Frauen erleben oft besondere Hürden bei der Integration und werden im ländlichen Raum durch große Distanzen und geringe Mobilität zusätzlich eingeschränkt. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Fraueninitiativen in den Kommunen und Gemeinden die sozial sehr aktiv sind. Ihr Potential in der Einbeziehung geflüchteter Frauen soll gefördert werden. Um für geflüchtete Frauen den Zugang zu diesen Aktivitäten zu öffnen und sie in das lokale Miteinander einzubinden, laden wir Frauen ein, Potentiale zu erkennen.

 

  • Verbraucherschutz für Geflüchtete

26. Oktober, Perleberg

 

Geflüchtete sind längst im Konsumalltag angekommen: Sie kaufen ein und schließen Verträge. Doch aufgrund sprachlicher Barrieren und fehlender Vertrautheit mit dem hiesigen Wirtschafts- und Rechtssystem sind sie als Verbraucher besonders gefährdet. Häufige Probleme drehen sich um Handyverträge, Abmahnungen wegen illegaler Downloads, Abofallen oder untergeschobene Verträge. Unterstützer*innen sind für Geflüchtete oft erste Ansprechpartner bei Verbraucherproblemen.

 

Frau Ströbel von der Verbraucherzentrale Brandenburg informiert in dieser Schulung über die Gefahren rund um Verträge, Mobilfunk, Fallen im Internet und Versicherungen und geben praktische Tipps an die Hand. Auch die Leistungen und Angebote der Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. werden vorgestellt.

 

 

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

2. November 2017, Perleberg

 

Vereine und Initiativen, die in der Geflüchtetenhilfe tätig sind, wollen wahrgenommen werden, um die eigene Arbeit bekannt zu machen und ihre Zielgruppen zu erreichen. Gerade im ländlichen Raum sind die Strukturen und Netzwerke weniger stark ausgeprägt als in Ballungsräumen. Vor diesem Hintergrund ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Bild und Wort ein mittlerweile unverzichtbarer Baustein für engagierte Akteure.

 

Inhalte des Schulungstages:

  • Zielgruppengerechte Ansprache: Welche Medien nutze ich, um meine Zielgruppen zu erreichen?
  • Eine Pressemitteilung überzeugend formulieren und professionell schreiben
  • Öffentlichkeitsarbeit als Möglichkeit der Vernetzung von Initiativen im ländlichen Raum
  • Einsatz von Fotografie in der Presse und in Publikationen

Wort: Rainer Dyk, Journalist mit langjähriger Erfahrung

Foto: Simone Ahrend, Dipl. Kommunikationsdesignerin, MA Photography

 

  • Biografiearbeit - Potenziale geflüchteter Menschen erkennen

4. November, Perleberg

 

Geflüchtete haben nicht nur einen Unterstützungsbedarf, sondern bringen selbst viele Fähigkeiten und Kenntnisse mit. Durch das Kennenlernen und Selbsterfahren von verschiedenen Techniken der Biografiearbeit werden MultiplikatorInnen (Ehrenamtliche wie Hauptamtliche) in Methoden geschult, mit denen die Kompetenzen geflüchteter Menschen herausgearbeitet werden können. Ziel dieser Seminareinheit ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die eigene und fremde Biografie zu sensibilisieren. Durch die Betrachtungen können eigene und fremde Potentiale sowie Ressourcen bewusst und somit nutzbar gemacht werden.

 

  • Umgang mit Trauma / traumasensibler Umgang mit Geflüchteten

9. November 2017, Potsdam

 

Menschen mit Fluchterfahrungen waren teilweise lebensbedrohlichen Erlebnissen und schwierigen Situationen ausgesetzt. Hinterlassen diese Erlebnisse seelische Wunden, können sie das Erleben und Verhalten eines Menschen nachhaltig beeinflussen. Dies kann im Kontakt zwischen geflüchteten Menschen und Helferinnen und Helfern deutlich werden.

Dozentin Dipl. Psych. Marie Zorn wird in der Fortbildung Grundlagen in Bezug auf Trauma und damit verbundene Beeinträchtigungen vermitteln. Die Teilnehmenden erfahren, welche Hilfsangebote bereit stehen und wohin sie weitervermitteln können. Konkrete Möglichkeiten wie Stabilisierungsübungen, aber auch Grenzen der Unterstützung sollen besprochen und erprobt werden.

 

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

17. November 2017, Rathenow

 

Zahlreiche Initiativen, die sich für Geflüchtete engagieren, haben sich erst im Zuge der neuen Migrationsbewegungen zusammengefunden und gegründet. Nachdem anfangs eine schnelle Akuthilfe und improvisiertes Engagement auf der Tagesordnung standen, sind viele dieser Initiativen dabei, ihr Handeln zu verstetigen und ihre Strukturen zu professionalisieren. Das Seminar soll ein Verständnis für Zweck und Nutzen einer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wecken und einen Überblick über gängige und für die Teilnehmenden sinnvolle Instrumente liefern. Engagierte sollen befähigt werden, selbstständig eine grundlegende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit umzusetzen.

 

Der Referent, Herr Robert Lüdecke, arbeitet seit 2011 für die Amadeu Antonio Stiftung und ist dort für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

 

Inhalte des Schulungstages:

 

  • Ziele und Nutzen von PR-Arbeit
  • grundsätzliche Überlegungen zu einem PR-Konzept
  • Überblick über Instrumente wie Pressemitteilung, Pressegespräch, Newsletter und Publikationen
  • Schreibwerkstatt zum Erstellen einer Pressemitteilung

 

  • Umgang mit Trauma / traumasensibler Umgang mit Geflüchteten

 

25. November 2017, Potsdam

 

Geflüchtete Menschen haben oft Schlimmes erlebt und leben oft auch in Deutschland mit unsicheren Perspektiven. Ihre Unterstützer werden mit diesen Belastungen oft unvorbereitet konfrontiert. Teilnehmende werden in dieser Seminareinheit für das Thema Trauma sensibilisiert, lernen Grundzüge der Traumapädagogik kennen, erfahren von konkreten Unterstützungs- und Handlungsoptionen und setzen sich mit ihren eigenen psychischen Grenzen und Bedürfnissen auseinander. Referentin war Dipl. Psychologin Grit Burmeister.

 

  • Traumasensible Unterstützung - Trauma und Co-Traumatisierung

25. November 2017, Perleberg

 

Menschen er- und überleben auf der Flucht dramatische Situationen. Einmal in Sicherheit bleiben Nachrichten aus der Heimat und die Sorge um die Liebsten schwer erträglich. Ungewisse Perspektiven, ein fremdes Umfeld und Verständigungsprobleme erschweren außerdem den Start ins neue Leben. Die UnterstützerInnen werden oft als einzige Ansprechpartner mit sehr viel Leid konfrontiert. Diese Belastung kann sich wie ein eigenes Trauma auswirken. Sie werden im Seminar im Umgang mit Trauma geschult und für die Problematik der Co-Traumatisierung sensibilisiert.

 

  • Umgang mit Trauma / traumasensibler Umgang mit Geflüchteten

27. November und 04. Dezember, Rathenow

 

Geflüchtete Menschen haben oft Schlimmes erlebt und leben oft auch in Deutschland mit unsicheren Perspektiven. Ihre Unterstützer werden mit diesen Belastungen oft unvorbereitet konfrontiert. Teilnehmende werden in dieser Seminareinheit für das Thema Trauma sensibilisiert, lernen Grundzüge der Traumapädagogik kennen, erfahren von konkreten Unterstützungs- und Handlungsoptionen und setzen sich mit ihren eigenen psychischen Grenzen und Bedürfnissen auseinander.

Referentin war Dipl. Psychologin Grit Burmeister.

 

  • Traumasensible Unterstützung Geflüchteter - Trauma und Co-Traumatisierung

08.12.2017, Perleberg

 

Menschen er- und überleben auf der Flucht dramatische Situationen. Einmal in Sicherheit bleiben Nachrichten aus der Heimat und die Sorge um die Liebsten schwer erträglich. Ungewisse Perspektiven, ein fremdes Umfeld und Ver­ständigungsprobleme erschweren außerdem den Start ins neue Leben. Die UnterstützerInnen werden oft als einzige Ansprechpartner mit sehr viel Leid konfrontiert. Diese Belastung kann sich wie ein eigenes Trauma auswirken. Die Teilnehmenden wurden im Seminar im Umgang mit Trauma geschult und für die Problematik der Co-Traumatisierung sensibilisiert.

 

  • Vernetzungstreffen "Gemeinsam geht es besser - Vernetzung, Austausch und Reflexion zur Unterstützung von Geflüchteten"

09.12.2017, Perleberg

 

Zum Abschluss unserer Fortbildungsreihe waren alle Teilnehmenden aber auch UnterstützerInnen und Geflüchtete darüber hinaus zu einem Vernetzungstreffen eingeladen. Die Inhalte der Fortbildung wurden gemeinsam reflektiert und zusammengefasst und eigene Erfahrungen, Herausforderungen und „Lessons learned“ ausgetauscht. Anhand von Themenwerkstätten wurden die eigenen Baustellen vorgestellt und über gemeinsame Themen und Pläne auch der Aufbau von Kooperationen und Netzwerken angestrebt.

 

  • strategische Planung der Vereinsarbeit

13./14. Dezember 2017, Brandenburg an der Havel

 

Die Strategische Planung ist für Vereine und Initiativen unverzichtbar. Sie bildet die Grundlage für gutes, strukturiertes Arbeiten. Bei der Schulung in Gollwitz sollte unter anderem ein individueller „Fahrplan“ für 2018 erarbeitet werden. Darüber hinaus ging es um das Ausloten von Ressourcen des Vereins sowie um Grenzen der Tätigkeiten. Zentraler Punkt war außerdem die Erarbeitung eines Leitbildes, welches den Verein oder die Initiative über die Schulungstage hinaus begleiten wird und Ziele sowie Handlungsweisen verdeutlichen soll.