Internationale Fortbildungen mit ERASMUS+


Internationale Weiterbildungen 2019


Foto: Antonio Benaches
Foto: Antonio Benaches

Im Jahr 2019 bietet die LAG eine Fortbildungsreihe zum Thema "Partizipation und Empowerment im ländlichen Raum" an. Die einzelnen Fortbildungen wenden sich an MultiplikatorInnen der Erwachsenen-bildung und vermitteln konkrete Methoden, die in die eigene Bildungsarbeit eingebunden werden können. Für die jeweiligen Weiterbildungen kann sich ab sofort unter lag-brandenburg@gmx.de beworben werden.


Fortbildung 1: Bildungsarbeit mit geflüchteten Frauen

 

In der ersten Fortbildung vom 02. - 06.4.2019 in Graz (Österreich), soll sowohl pädagogisches Grundwissen zur geschlechtergerechten Bildungsarbeit vermittelt werden, als auch Kenntnisse über die speziellen Lebenslagen und Erfahrungen von geflüchteten Frauen. Dieser Workshop ist besonders gedacht für Bildungspersonal, das mit geflüchteten Frauen arbeitet, um diese Zielgruppe in eigenen Fortbildungen besser anzusprechen und zu erreichen.

 

Ziel ist es wissen darüber zu vermitteln, wie bei der Konzeption von Bildungsangeboten Hürden bedacht und spezielle Bedingungen mit eingeplant werden können. Weitergehend soll Fach- und Methodenwissen zum Umgang mit Traumata, zur zielgruppengerechten Ansprache und Motivation, zur niedrigschwelligen Wissensvermittlung, zum Empowerment und zu Wegen langfristiger Integration geflüchteter Frauen in die Aufnahmegesellschaft vermittelt werden.

 

Hierzu wird es theoretischen Input, Raum für Erfahrungsaustausch sowie praktische Übungen und einen FraunStadtSpaziergang geben, sowie der Besuch von Best practice Beispielen organisiert werden.

 

Die Fortbildung wird vor Ort von der Genderwerkstätte und dem Frauenservice Graz betreut und in deutscher Sprache abgehalten.

 

 


 Fortbildung 2: Bildungsprojekte partizipativ und empowernd gestalten vom

 07. - 11.05.2019 in Valencia

 

In dieser Fortbildung werden kreative und innovative Methoden für die Bildungsarbeit vermittelt, die die Teilnehmenden von Bildungsveranstaltungen aktiver in die Planung und  die Durchführung dieser einzubeziehen. Hierbei stehen die bessere Einbindung, die Schaffung passgenauer Angebote für die Zielgruppe und eine langfristige Bindung der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Es werden aktivierende und partizipative Unterrichtsmethoden theoretisch vorgestellt sowie Projekte mit Vorbildcharakter besucht, um sich dort über die praktische Umsetzung auszutauschen.

 

Weitergehend sollen pädagogische Grundlagen zum Empowerment-Ansatz in der Fortbildung vermittelt werden. Hierbei geht es besonders darum die Teilnehmenden an Bildungsveranstaltungen zu ermächtigen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und selbstbewusster aufzutreten. Für die eigene Arbeit bedeutet dies den Fokus auf die Potentiale und Möglichkeiten der Teilnehmenden zu legen und nicht auf ihre Defizite. Wie dies am besten gelingen kann, werden wir theoretisch aber auch praktisch ergründen.

 

Ziel der Fortbildung ist es die Vorstellungen und Herangehensweisen in der eigenen Bildungsarbeit kritisch zu hinterfragen, um Bildungsangebote zu öffnen und neu zu konzipieren. Weitergehend soll die Kluft zwischen Lehrendem und Lernenden überwunden werden und zu einer Bildungsarbeit auf Augenhöhe führen.

 

Die Fortbildung wird in englischer Sprache abgehalten und richtet sich an Bildner*innen die sowohl mit strukturell benachteiligten Gruppen arbeiten als auch solche, die ihre Teilnehmenden aktiver miteinbeziehen und zu mehr Selbstbestimmung ermächtigen möchten.

 

 


Fortbildung 3: Willkommenskultur in peripheren Räumen

Herausforderungen & Chancen für Einheimische und Geflüchtete

 

In der dritten Fortbildung vom 15. - 19.05.2019 in der Region Kalabrien (Italien), sollen Maßnahmen und Aktivitäten einer Willkommenskultur im ländlichen Raum vorgestellt werden. Inhaltlich geht es dabei um die Zusammenarbeit von Einheimischen, EntscheidungsträgerInnen und zugewanderten Flüchtlingen, zur Förderung der sozialen Integration geflüchteter Menschen einerseits und der Entwicklung der ländlichen Gemeinden andererseits, aufzuzeigen.

 

In der Region Kalabrien wurden seit 2015 viele Geflüchtete aufgenommen, die in kleinen, zuvor von Abwanderung betroffenen Kommunen untergebracht wurden. In vielen dieser Kommunen bildeten sich Initiativen und Projekte, um die Geflüchteten bei ihrer Eingewöhnung zu unterstützen und um Fragen des gemeinsamen Lebens in der Kommune zu bearbeiten.

 

Im Fokus stehen die Vermittlung von Willkommensaktivitäten - Erstansprache, Betreuung, Pojektorganisation und Kooperation, Austausch und Diskussion zur Geschichte der Flüchtlingspolitik, Europäischen rechtlicher Rahmen, Umgang mit der Flüchtlingsfrage, gelungene konkrete Maßnahmen der Willkommenskultur, Chancen für die Bevölkerung im ländlichen Raum, Aktuelle Situation und Zukunftsaussichten für die Region.

 

Ziel ist es den Teilnehmenden Hintergrundwissen, Hilfestellungen und kreative praktische Anregungen zu geben, um im ländlichen Brandenburg geeignete Maßnahmen der Willkommenskultur, gemeinsam mit Einheimischen und zugewanderten Geflüchteten umzusetzen.

 

Trotz, oder gerade wegen, der angespannten politischen Situation in Riace, werden wir wie bereits 2018, diesen Workshop in Zusammenarbeit mit der Journalistin Esther Koppel durchführen. Sie lebt und arbeitet in Italien und hat sich intensiv mit der Aufnahme geflüchteter Menschen in Kalabrien beschäftigt. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

 


Für die Fortbildungen kann sich ab sofort unter lag-brandenburg@gmx.de beworben werden. Bitte fügen sie der Bewerbung eine kurze Übersicht über ihre beruflichen Qualifikationen für die Fortbildung und ein Motivationsschreiben bei.


Mobilitätsprojekte in der Erwachsenenbildung im Rahmen von Erasmus+ sind organisierte Lernaufenthalte im europäischen Ausland für Bildungspersonal der Erwachsenenbildung.