Fortbildungsreihe „Partizipation und Empowerment im ländlichen Raum“ 2019


Für die Fortbildungen kann sich ab sofort unter lag-brandenburg@gmx.de beworben werden. Bitte fügen sie der Bewerbung eine kurze Übersicht über ihre beruflichen Qualifikationen für die Fortbildung und ein Motivationsschreiben bei.


Fortbildung 1: Bildungsarbeit mit geflüchteten Frauen

 

In der ersten Fortbildung vom 2.-6.4.2019 in Graz (Österreich), soll pädagogisches Grundwissen zur geschlechtergerechten Bildungsarbeit vermittelt werden, aber auch Wissen über die speziellen Lebenslagen und Erfahrungen von geflüchteten Frauen. Dieser Workshop ist besonders gedacht für Bildungspersonal das mit geflüchteten Frauen arbeitet, um diese Zielgruppe in eigenen Fortbildungen besser anzusprechen und zu erreichen.

 

Ziel ist es wissen darüber zu vermitteln, wie bei der Konzeption von Bildungsangeboten Hürden bedacht und spezielle Bedingungen mit eingeplant werden können. Weitergehend soll Fach- und Methodenwissen zum Umgang mit Traumata, zur zielgruppengerechten Ansprache und Motivation, zur niedrigschwelligen Wissensvermittlung, zum Empowerment und zu Wegen langfristiger Integration geflüchteter Frauen in die Aufnahmegesellschaft vermittelt werden.

 

Hierzu soll es theoretischen Input, Raum für Erfahrungsaustausch sowie praktische Übungen und einen FraunStadtSpaziergang geben, sowie der Besuch von Best practice Beispielen organisiert werden.

 

Die Fortbildung wird vor Ort von der Genderwerkstätte und dem Frauenservice Graz betreut und in deutscher Sprache abgehalten.


Fortbildung 2: Bildungsprojekte partizipativ und empowernd gestalten

 

In der zweiten Fortbildung soll es darum gehen eine neue Perspektive auf die eigene Bildungsarbeit zu bekommen und diese umzusetzen. Hierzu bedarf es einer kritischen Betrachtung eigener Vorstellungen und Herangehensweisen um Bildungsangebote zu öffnen und neu zu gestalten.

 

Ziel ist es die eigene Bildungsarbeit langfristig partizipativer zu gestalten und die Teilnehmenden aktiver einzubinden, um langfristige Bindungen zu ermöglichen. Es sollen hierzu aktivierende und partizipative Unterrichtsmethoden vorgestellt werden, ebenso wie pädagogische Grundlagen zum Empowerment-Ansatz, zum Anti-Bias-Ansatz und weiteren Modellen, die eine Bildungsarbeit auf Augenhöhe anstreben.

 

Diese Fortbildung wird vom 7.-11.5.2019 in Valencia stattfinden


 Fortbildung 3: Willkommenskultur in peripheren Räumen-Herausforderungen & Chancen für Einheimische und Geflüchtete

 

In der dritten Fortbildung vom 15.-19.5.2019 in der Region Kalabrien (Italien), sollen Maßnahmen und Aktivitäten einer Willkommenskultur im ländlichen Raum vorgestellt werden. Inhaltlich geht es dabei um die Zusammenarbeit von Einheimischen, EntscheidungsträgerInnen und zugewanderten Flüchtlingen, zur Förderung der sozialen Integration geflüchteter Menschen einerseits und der Entwicklung der ländlichen Gemeinden andererseits, aufzuzeigen.

 

In der Region Kalabrien wurden seit 2015 viele Geflüchtete aufgenommen, die in kleinen, zuvor von Abwanderung betroffenen Kommunen untergebracht wurden. In vielen dieser Kommunen bildeten sich Initiativen und Projekte, um die Geflüchteten bei ihrer Eingewöhnung zu unterstützen und um Fragen des gemeinsamen Lebens in der Kommune zu bearbeiten.

 

Im Fokus stehen die Vermittlung von Willkommensaktivitäten - Erstansprache, Betreuung, Pojektorganisation und Kooperation, Austausch und Diskussion zur Geschichte der Flüchtlingspolitik, Europäischen rechtlicher Rahmen, Umgang mit der Flüchtlingsfrage, gelungene konkrete Maßnahmen der Willkommenskultur, Chancen für die Bevölkerung im ländlichen Raum, Aktuelle Situation und Zukunftsaussichten für die Region.

 

Ziel ist es den Teilnehmer*Innen Hintergrundwissen, Hilfestellungen und kreative praktische Anregungen zu geben, um im ländlichen Brandenburg geeignete Maßnahmen der Willkommenskultur, gemeinsam mit Einheimischen und zugewanderten Geflüchteten umzusetzen.

 

Trotz, oder gerade wegen, der angespannten politischen Situation in Riace, werden wir wie bereits 2018, diesen Workshop in Zusammenarbeit mit der Journalistin Esther Koppel durchführen. Sie lebt und arbeitet in Italien und hat sich intensiv mit der Aufnahme geflüchteter Menschen in Kalabrien beschäftigt. Die Unterrichtssprache ist Deutsch.


Für die Fortbildungen kann sich ab sofort unter lag-brandenburg@gmx.de beworben werden. Bitte fügen sie der Bewerbung eine kurze Übersicht über ihre beruflichen Qualifikationen für die Fortbildung und ein Motivationsschreiben bei.