Fortbildungsreihe „Qualifizierung, die verbindet“ 2018


Teil 1: Tools zur Validierung informeller Kompetenzen in Graz / Österreich

Vom 23. bis 28. Januar 2018 bietet die LAG eine Weiterbildung zur Feststellung informeller/nonformaler Kompetenzen von MigrantInnen und geflüchteten Menschen an. Das kostenfreie Angebot wird durch das Kunstlabor Graz durchgeführt und richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Multiplikator*Innen in der Bildungsarbeit mit Migrant*Innen  und Geflüchteten.

 

In der Fortbildung werden Erhebungs- und Validierungsinstrumente vermittelt, mit denen informelle/nonformale Qualifikationen z. B. in den Bereichen Alphabetisierung und Grundbildung, aber auch berufsspezifische Qualifikationen festgestellt werden können. Außerdem geht es darum, welche Rolle die Anerkennung vorhandener Kompetenzen für die soziale und berufliche Integration von MigrantInnen und geflüchteten Menschen spielt. Es gibt Raum zum Erfahrungsaustausch, zur Vernetzung und zur Klärung konkreter Fragen.

 

Während des Aufenthaltes ist die Teilnahme an einer Fachtagung im Rahmen unseres Projektes „Synergies. Linking the competences and validation related needs of disadvantaged learners in adult education with the European and national Qualifications Frameworks” vorgesehen. In Arbeitsgruppen geht es u. a. um Erfahrungen aus Österreich, Spanien, Italien und Deutschland sowie um konkrete Tools zur Feststellung informeller / nonformaler Kompetenzen.

 

Die Teilnehmer*Innen werden außerdem Gelegenheit haben, das Kunstlabor Graz kennenzulernen. Das Kunstlabor verbindet Kunst, Soziales und Bildung. Hier werden nicht nur eigene Projekte durchgeführt, sondern auch Methoden vermittelt, die Multipikator*Innen in ihre eigenen Bildungsangebote einbinden können. Weitere Informationen zum Kunstlabor.

 

Teil 2: Game-Based Methods in Giannitsa / Griechenland

Nach großer Nachfrage 2017 bieten wir vom 30. März bis 03. April 2018 erneut die Fortbildung „Game-based Methods“ in Giannitsa / Griechenland an. Die Fortbildung ist ein kostenfreies Angebot für haupt- und ehrenamtliche MultiplikatorInnen in der Bildungsarbeit mit MigrantInnen, insbesondere im Bereich Sprachenlernen. 

 

In der Fortbildung werden konkrete spielerische Methoden vermittelt, die den eigenen Deutschunterricht beleben und schnell und einfach eingebunden werden können. Die TeilnehmerInnen sollen dazu ermutigt werden, neben einer klassischen Unterrichtssituation auch spielerische, abwechslungsreiche und aktivierende Lehrmethoden zu nutzen. Durch spielerische Methoden können Sprachbarrieren und Lernblockaden überwunden und das Lernen zwangloser gestaltet werden. Es können so Unterrichtssituationen geschaffen werden, die insbesondere auch Zielgruppen von Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen ansprechen.

 

Im Rahmen der Fortbildung lernen die TeilnehmerInnen Best-Practice-Projekte aus Thessaloniki kennen. Es werden Besuche einzelner Projekte organisiert, in denen diese über ihre Bildungsarbeit informieren und sich mit den TeilnehmerInnen austauschen. Dabei können konkrete Fragen zur Unterrichtsgestaltung ebenso geklärt werden wie Fragen zur Zielgruppenansprache oder die Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen.

 

Daneben erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Giannitsa und die Umgebung kennenzulernen. Geplant ist auch ein Ausflug nach Edessa, der Hauptstadt der Region Pella. Die Region ist bekannt für ihre zahlreichen gut erhaltenen Überreste des antiken Griechenlands und Mazedoniens; hier wurde außerdem Alexander der Große geboren.

 

Die Fortbildung wird durch die griechische Organisation "Educational Innovation" durchgeführt. Die Unterrichtssprache ist Englisch.

 

Teil 3: Willkommenskultur in peripheren Räumen-Herausforderungen & Chancen für Einheimische und Geflüchtete in Kalabrien / Italien

Der Workshop zu  einer Willkommenskultur im ländlichen Raum wird vom 30. Mai bis 3. Juni 2018 stattfinden. Im Fokus steht die Vermittlung von Willkommensaktivitäten - Erstansprache, Betreuung, Pojektorganisation und Kooperation, Austausch und Diskussion zur Geschichte der Flüchtlingspolitik, Europäischen rechtlicher Rahmen, Umgang mit der Flüchtlingsfrage, gelungene konkrete Maßnahmen der Willkommenskultur, Chancen für die Bevölkerung im ländlichen Raum, Aktuelle Situation und Zukunftsaussichten für die Region.

 

In der Region Kalabrien wurden seit 2015 viele Geflüchtete aufgenommen, die in kleinen, zuvor von Abwanderung betroffenen Kommunen untergebracht wurden. In vielen dieser Kommunen bildeten sich Initiativen und Projekte, um die Geflüchteten bei ihrer Eingewöhnung zu unterstützen und um Fragen des gemeinsamen Lebens in der Kommune zu bearbeiten.

 

Im Workshop werden Fachwissen und Kompetenzen vermittelt, die zum Aufbau einer gelungenen Willkommenskultur beitragen. Außerdem lernen die Teilnehmer*innen vor Ort Best-Practice-Modelle kennen, mit denen es Gelegenheiten zum fachlichen Austausch geben wird.

 

Der Workshop wird durch "InProgress" durchgeführt. InProgess forscht und lehrt rund um das Thema Erwachsenenbildung. Die Unterrichtssprache ist Englisch.